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Geschichtliche Entwicklung der EU

Vor ungefähr 60 Jahren standen sich Menschen in ganz Europa im Zweiten Weltkrieg als Feinde gegenüber. Nach dem Krieg aber hat die Europäische Integration viel dazu beigetragen, um Frieden in europa zu schaffen. Die Geschichte der Europäischen Union in einem Zeitstrahl festgehalten:

19.09.1946 Winston Churchill fordert in einer Rede an der Universität Zürich die Schaffung "einer Art Vereinigte Staaten von Europa".
17.12.1946 Gründung der Union Europäischer Föderalisten in Paris.
14.05.1947 Mit Unterstützung von Winston Churchill Gründung der Europäischen Einigungsbewegung, die sich gegen überstaatliche Institutionen und für eine Zusammenarbeit auf Regierungsebene ausspricht.
01.06.1947 René Courtin gründet den Französischen Rat für ein Vereintes Europa, der später in der Europäischen Bewegung aufgeht (1953). Mit Unterstützung der Christdemokraten werden die Nouvelles Equipes Internationales gegründet, die später in Union européenne des démocrates-chrétiens (Europäische Union Christlicher Demokraten) umbenannt werden (1965).
03.06.1947 Gründung der Bewegung Sozialistische Vereinigte Staaten von Europa, die 1961 in Europäischen Linke umbenannt wird.
05.06.1947 Verkündigung des Marshall-Plans zum Wiederaufbau der Wirtschaft Europas.
27-31.08.1947 Kongress der Union Europäischer Föderalisten in Montreux, Schweiz.
13-14.12.1947 Treffen föderalistischer und unionistischer Organisationen im Rahmen des internationalen Koordinierungsausschusses für die europäische Einheit.
01.01.1948 Inkrafttreten des Zollübereinkommens zwischen Belgien, Luxemburg und den Niederlanden.
17.03.1948 Unterzeichnung des Westunion-Vertrags (Brüsseler Pakt) zwischen Belgien, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich.
16.04.1948 Gründung der Organisation für europäische wirtschaftliche Zusammenarbeit (OEEC) zur Koordinierung des Marshall-Plans.
7-11.05.1948 Der Koordinierungsausschuss für die europäische Einheit beruft den Kongress von Den Haag unter dem Vorsitz von Winston Churchill ein. Die 800 Delegierten fordern eine Europäische Beratende Versammlung und einen Europäischen Sonderrat zur Vorbereitung der politischen und wirtschaftlichen Integration der europäischen Staaten, die Verabschiedung einer Menschenrechtscharta und die Schaffung eines Gerichtshofs, um die Beachtung dieser Charta zu gewährleisten.
28.01.1949 Frankreich, Großbritannien und die Benelux-Staaten beschließen die Einrichtung eines Europarates und bitten Dänemark, Irland, Italien, Norwegen und die Schweiz, bei der Erarbeitung des Statuts mitzuwirken.
04.04.1949 Unterzeichnung des Nordatlantikpakts in Washington.
05.05.1949 In London erfolgt die Gründung des Europarates. Sein Sitz ist Straßburg.
03.08.1949 Inkrafttreten des Europarat-Statuts.
10.08.1949

Erste Sitzung der Beratenden Versammlung des Europarates in Straßburg. Föderalistische Abgeordnete verlangen die Einrichtung einer politischen Instanz auf europäischer Ebene.

18.04.1951 Unterzeichnung des Vertrages zur Gründung der EGKS (Pariser Vertrag) zwischen Belgien, der BRD, Frankraich, Italien, Luxemburg und den Niederlanden.
27.05.1952 Unterzeichnung des Vertrages zur Gründung der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG) zwischen den oben genannten Sechs, der allerdings 1954 in der französischen Nationalversammlung scheitert
25.03.1957 In Rom werden die Verträge zur Gründung der EWG und der EAG (Römische Verträge) durch die Sechs unterzeichnet.
09.07.1961 Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens der EG mit Griechenland.
31.07.1961 Irland stellt den Antrag auf  Beitritt zur EWG.
09.08.1961 Großbritannien stellt den Antrag auf Beitritt zur EWG.
10.08.1961 Dänemark stellt den Antrag auf Beitritt zur EWG.
30.04.1962 Norwegen stellt den Antrag auf Beitritt zur EWG.
22.01.1963 Unterzeichnung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages (Elysée-Vretrag) in Paris.
12.09.1963 Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens der EG mit der Türkei.
28.07.1967 Schweden stellt den Beitrag auf Beitritt zur EG.
1.07.1968 Verwirklichung der Zollunion und Einführung eines gemeinsamen Außenzolls.
08.11.1968 Zur Verwirklichung des gemeinsamen Arbeitsmarktes in der EG wird die Freizügigkeit der Arbeitnehmer garantiert.
01./02.12.1969 Die Staats- und Regierungschefs der EG treffen sich in Den Haag. Die Themen sin die Vollendung des Binnenmarktes, Vertiefung der Integration und Erweiterung der EG. Sie fassen einen Beschluß zur beschleunigten Integration, zur stufenweise Einführung der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) bis 1980 und zur politischen Zusammenarbeit. Außerdem wird die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit Dänemark, Großbritannien, Irland und Norwegen beschlossen.
01.01.1970 Die Kompetenz für die Außenhandelspolitik geht von den Mitgliedsstaaten auf die EG.
30.06.1970 Die zweite Runde der Beitrittsverhandlungen mit Dänemark, Großbritannien, Irland und Norwegen beginnt.
08.10.1970 Der Werner-Plan, benannt nach dem luxemburgischen Ministerpräsidenten, über die stufenweise Verwirklichung der WWU wird dem Rat und der Kommission vorgelegt.
05.12.1970 Das Assoziierungsabkommen mit Malta wird unterzeichnet.
09.02.1971 In Brüssel einigt sich der Ministerrat über die stufenweise Einführung der WWU.
22.01.1972 Die Beitrittsverträge zwischen Dänemark, Großbritannien, Irland und Norwegen und der EG werden unterzeichnet.
21.03.1971 Die Währungsschlange wird eingeführt. Der Rat und die Regierungen der Mitgliedsstaaten einigen sich darauf, die Wechselkurse der Währungen der EG-Mitglieder nur noch um höchstens 2,5% voneinander abweichen zu lassen.
22.07.1972 Unterzeichnung der Freihandelsabkommens der EG mit den Rest-EFTA Statten Island, Österreich, Portugal, Schweden und der Schweiz.
19./20.10.1972 Die Staats- und Regierungschefs der erweiterten EG beschließen in Paris den Ausbau der EG zur Europäischen Union und verabschieden einen Zeitplan zur Verwircklichung der WWU.
19.12.1972 Die EG und Zypern unterzeichnen ein Assoziierungsabkommen
11./12.03.1973 Großbritannien, Irland und Italien bleiben der Währungsschlange fern. Die EG-Finanzminister beschließen das gemeinsame Floaten ihrer Währungen gegenüber dem Dollar bei festen Wechselkurs untereinander.
14.05.1973 Das Freihandelsabkommen mit Norwegen wird unterzeichnet.
05.10.1973 Das Freihandelsabkommen mit Finnland wird unterzeichnet.
09./10.12.1974 Die Staats- und Regierungschefs der EG beschließen in Paris, in Zukunft regelmäßig als Europäischer Rat zu tagen
11.05.1975 Das Kooperationsabkommen zwischen der EG und Israel wird unterzeichnet.
12.06.1975 Griechenland stellt den Antrag auf Beitritt zur EG.
28.03.1977 Portugal stellt den Antrag auf Beitritt zur EG.
28.07.1977 Spanien stellt den Antrag auf Beitritt zur EG.
06./07.07.1978 Der Europäische Rat beschließt in Bremen die Schaffung des Europäischen Währungssystems (EWS) und eine Europäischen Währungseinheit.
13.03.1979 Das EWS tritt rückwirkend zum 01.01.1979 in Kraft.
28.05.1979 Die Beitrittsakte Griechenlands wird in Athen unterzeichnet.
07.-10.06.1979 Die ersten allgemeinen und unmittelbaren Europawahlen zum EP finden in den nein EG-Mitgliedsstaaten statt.
01.01.1981 Griechenland wird zehntes EG-Mitglied.
14.06.1985 Die EG-Kommission legt das Weißbuch zur Vollendung des Binnenmarktes vor.
02./03.12.1985 Der Europäische Rat einigt sich in Luxenburg auf eine Reform des institutionellen Systems, auf die Erweiterung der Gemeinschaftskompetenzen sowie auf einen rechtlichen Rahmen für die außenpolitische Zusammenarbeit. Diese Vertragsänderungen wrden in der Einheitlichen Europäischen akte festgelegt (EEA).
01.01.1986 Mit dem Beitritt Spaniens und Protugals umfaßt die EG zwölf Mitgliedsstaaten.
14.04.1987 Die Türkei stellt den Antrag auf Beitritt zur EG.
11./12.02.1988 Der Europäische Rat verabschiedet in Brüssel das Delors-Paket über die Reform des Finanzierungssystems, der gemeinsamen Agrarpolitik und die Verdopplung der Strukturfonds der EG.
29.03.1988 Die Kommission legt den Cecchini-Bericht über die Kosten der Marktzersplitterung vor, der die Vorteile des Binnenmarktes quantifiziert.
29.06.1989 Spanien tritt dem EWS bei.
17.07.1989 Österreich stellt den Antrag auf Beitritt zur EG.
01.07.1990 Inkfratftreten der deutschen Wirtschafts- und Währungsunion. Damit besteht defacto eine Zollunion zwischen der EG und der DDR. Die erste Stufe der Europäischen Wirtschafts- und währungsunion tritt in Kraft.
04.07.1990 Zypern stellt den Antrag auf Beitritt zur EG.
16.07.1990 Malta stellt den Antrag auf Beitritt zur EG.
03.10.1990 Durch Inkraftreten des Staatsvertrages zwischen der BRd und der DDR werden beide deutschen Staaten vereinigt. Dir fünf neuen Länder Bundesländer gehören somit der EG an.
08.10.1990 Großbritannien wird zehntes Mitglied des EWS.
01.07.1991 Schweden stellt den Antrag auf Beitritt zur EG.
07.02.1992 Unterzeichnung des Vertrages über die Europäische Union in Maastricht.
18.03.1992 Finnland stellt formell den Antrag auf EG-Mitgliedschaft.
05.04.1992 Die portugiesiche Währung wird in das EWS aufgenommen.
20.05.1992 Die Schweiz stellt offiziel den Antrag auf Mitgliedschaft in der EG.
25.11.1992 Norwegen stellt den formellen Antrag auf EG-Mitgliedschaft.
02.08.1993 Nach großen turbulenzen innerhalb des EWS erweitern die Wirtschafts- und Finanzminister vorläufig die Schwankungsbreiten zwischen den EWS-Währungen von 2,25% auf 15%.
01.11.1993 Der Vertrag über die Europäische Union tritt in Kraft.
10./11.12.1993 Zentrales Thema des Europäischen Rates von Brüssel ist die wirtschaftliche Lage in der europäischen Union. Kommissionspräsident Delors legt dazu ein Weißbuch "Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung" vor.
01.01.1994 Die zweite Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion tritt in Kraft.
01.04.1994 Ungarn stellt den Antrag auf Beitritt zur Europäischen Union.
08.04.1994 Polen stellt den Antrag auf Beitritt zur Europäischen Union.
01.01.1995 Finnland, Österreich und Schweden treten der EU bei.
09.01.1995 Österreich tritt dem EWS bei.
26.03.1995 Das Schegener Abkommen tritt in Kraft. Zwischen Deutschland, den Benelux, Frankreich, Spanien und Potugal werden keine Personenkontrollen mehr durchgeführt.
26.05.1995 Rumänien stellt den Antrag auf Beitritt tur Europäischen Union.
13.10.1995 Lettland stellt den Antrag auf Beitritt zur Europäischen Union.
24.11.1995 Estland stellt den Antrag auf Beitritt zur Europäischen Union.
08.12.1995 Litauen stellt den Antrag auf Beitritt zur Europäischen Union.
14.12.1995 Bulgarien stellet den Antrag auf Beitritt zur Europäischen Union.
01.01.1996 Die EU und die Türkei bilden eine Zollunion.
17.01.1996 Die Tschechische Republik beantragt den EU-Beitritt.
28.03.1996 In Turin beginnt die Regierungskonferenz, die mit dem Ausbau und der Reform der EU gewidmet ist.
10.06.1996 Slowenien beantraget den EU-Beitritt.
25.11.1995 Die italinische Währung tritt dem EWS wieder bei.
13./14.12.1996 Der Europäische Rat einigt sich bei seinem Gipfeltreffen in Dublin auf den Stabilitätspakt.
19.12.1996 Dänemark, Finnland und Schweden treten dem Schengener Abkommen bei.
16./17.06.1997 Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten einigen sich auf den Amsterdamer-Vertrag.
16.07.1997 Die Europäische Kommission legt die Agenda 2000 vir, in der sie ihre Positionen zur künftigen Entwicklung der EU darlegt. Darin schlägt sie vor, Beitrittsverhandlungen aufzunehmen mit Estland, Polen, Slowenien, der Teschechischen Republik, Unganr und Zypern.
 
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